Wandel der Rahmenbedingungen
Demografische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen
Wohnungsleerstand
Einerseits führt der demografische Wandel zu einem langfristig wirksamen Rückgang der Bevölkerung und zu veränderten Nachfragestrukturen aufgrund der Alterung, andererseits hat der ökonomische Strukturwandel u.a. eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik und eine Intensivierung des internationalen (Städte-)Wettbewerbs in Zeiten der Globalisierung zur Folge. Problematisch ist die Situation insbesondere für
ostdeutsche Städte, die neben erheblichen Einwohnerrückgängen mit der Erosion ihrer wirtschaftlichen Basis und einer damit verbundenen hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. Auch die mittlerweile abgeschwächte Wohn- und Gewerbesuburbanisierung in den 1990er Jahren hat zu einer Verstärkung der Leerstandssituation geführt.
Ladenleerstand
Im Gegensatz zu den Entwicklungen in Ostdeutschland liegen die Probleme
westdeutscher Städte vor allem in der zunehmenden Internationalisierung durch Zuwanderung aus dem Ausland und einer damit im Zusammenhang stehenden (oft) mangelhaften Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen begründet. Probleme im sozialen Bereich (Kriminalität, Obdachlosigkeit, Drogensucht) können die Verwahrlosung bestimmter Gebiete und ein vermindertes Sicherheits- und Sauberkeitsempfinden von Seiten der Bevölkerung zur Folge haben.
Für beide Landesteile gilt gleichermaßen, dass die finanzielle Notlage zahlreicher Kommunen lediglich eingeschränkte Investitionen in den öffentlichen Raum erlaubt.