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Leitbilder für den Stadtumbau

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Die perforierte Stadt in Leipzig

Baulücke
Baulücke

Beispiel:

Auch in Leipzig stellt die perforierte Stadt allerdings offiziell kein übergeordnetes Leitbild dar, sondern äußert sich relativ versteckt in Form der Stadtumbaukategorie "Perforationsgebiet", die z.B. Eingang in den konzeptionellen Stadtteilplan für den Leipziger Osten gefunden hat. Das Perforationsgebiet dient neben dem Konsolidierungs-, Potential-, Sicherungs- oder Rückbaugebiet als eine mögliche räumliche Handlungsoption zur Bewältigung des Stadtumbaus. Folgende Eigenschaften sind mit dieser Stadtumbaukategorie verbunden (vgl. Tabelle 1):

Struktur Weitgehend erhalten, überwiegend erhaltungswürdig
Dichte, Bevölkerung, Leerstand Überwiegend starke Entleerung, mittlerer bis hoher Leerstand Hohe bauliche Dichte, auf das Maß der genutzten Bausubstanz schrumpfen
Dynamik Stillstand
Zielaussage Auflockerung durch Einzelabbruch zulassen, mehr Grün, Zwischen- und Umnutzung auf der Parzelle
Planerische Haltung Abwarten, Monitoring, soziale Unterstützung, Förderung von Einzelabriss, Brachengestaltung
Tabelle 6: Charakteristika der Stadtumbaukategorie "Perforationsgebiet" im Leipziger Osten. Quelle: Stadt Leipzig (Hrsg.), Konzeptioneller Stadtteilplan Leipziger Osten, S. 26.

Dadurch, dass das Perforationsgebiet allerdings flächenmäßig einen hohen Anteil an den Stadtumbaukategorien bildet, kann die Ausweisung von Perforationsbereichen als wesentliches Element der Stadtentwicklungspolitik in Leipzig angesehen werden. Diese Strategie wird allerdings räumlich eingebunden in die Leitvorstellung einer kompakten Stadtentwicklung. Der konzeptionelle Stadtteilplan für den Leipziger Osten beinhaltet den Grundsatz "Rückbau von Quartieren vom Rand her" genauso wie die Fortschreibung des Flächennutzungsplans, in dessen Rahmen vom "Erhalt einer funktionsfähigen kompakten Stadt" als Leitbild der Leipziger Flächennutzung gesprochen wird.
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