Kooperative Instrumente im Stadtumbau
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Private Initiativen (2/2)
Großwohnsiedlung
Housing Improvement Districts
Bei einem Housing Improvement District gilt es, die Prinzipien eines Business Improvement Districts auf "problematische" und vom Leerstand betroffene Wohngebiete zu übertragen. Hierbei handelt es sich um eine Methode zur Finanzierung und Umsetzungen von Maßnahmen in Wohngebieten, mit denen eine Aufwertung oder Stärkung des Wohnumfeldes und -standortes erreicht werden kann. Zu den möglichen Aufgaben gehören die Durchführung von Bau-, Gestaltungs- und Rückbaumaßnahmen, die Einrichtung eines Quartiersmanagements, Werbemaßnahmen für das Quartier, verkehrliche Maßnahmen und/oder wohnbegleitende Dienstleistungen. Damit die Boden- und Immobilienwerte durch den Abbau von Wohnungskapazitäten nachhaltig stabilisiert werden können, bedarf es hierzu einer strategischen Allianz zwischen den privaten Eigentümern, Mietern und Wohnungsunternehmen, wodurch deren Einzelwirken durch kollektives Handeln ersetzt wird.
Bisher befinden sich HIDs in Deutschland noch im Entwicklungsstadium; die vom Gesetzgeber angeregte Einrichtung eines BIDs für Wohnquartiere ist - soweit ersichtlich - noch nirgends gelungen. In Hamburg wird gegenwärtig geprüft, unter welchen Voraussetzungen ein HID im Stadtteil Steilshoop eingerichtet werden kann.
Aufwertung von Mischgebieten
Neighbourhood Improvement Districts
Unter einem Neighbourhood Improvement District versteht man einen räumlich abgegrenzten Bereich in einem mischgenutzten Gebiet, der größere Wohn-, Einzelhandels- und Gewerbenutzungen mit einbezieht. Die potentiellen Handlungsfelder reichen von Maßnahmen zur Gestaltung des öffentlichen Raums und des Wohnumfeldes, Marketing, Beratung und Dienstleistung bis hin zum Leerstands- und Flächenmanagement. Auch hier steht der Grundgedanke der Selbstorganisation privater Akteure im Mittelpunkt des Konzeptes.