Gebietskulissen für den Stadtumbau
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Rückbau- und Renaturierungsgebiete
Renaturierung
Im Gegensatz zu Neuentwicklungsgebieten ist bei Rückbau- und Renaturierungsgebieten nach erfolgtem (Komplett-)Rückbau der Gebäude und Infrastruktur auf den verbleibenden Flächen keine Neubebauung mehr vorgesehen. Aufgrund eines erheblichen Wohnungsleerstands und einer fehlenden Entwicklungsperspektive des Gebietes (weiterer prognostizierter Bevölkerungsrückgang) besteht die überwiegende Nachnutzung in der Begrünung oder Bewaldung der Flächen (daher auch die Bezeichnung als Renaturierungsgebiete).
Rückbau- und Renaturierungsgebiete werden vor allem in den Stadtrandlagen stark schrumpfender Städte zu finden sein, in denen gemäß des Leitbildes der kompakten Stadt ein flächenhafter Rückbau von außen nach innen erfolgt. Inwieweit die renaturierten Flächen nur eine Zwischennutzung darstellen, kann noch nicht abschließend beurteilt werden; Prognosen und Vorausberechnungen lassen allerdings darauf schließen, dass sich diese Form der Nachnutzung an vielen Orten als langfristige Folgenutzung etablieren wird.
| Rückbau- und Renaturierungsgebiete |
| Synonyme |
Schrumpfungsgebiete Abrissgebiete Grünentwicklungsgebiete |
Abbildung 9:Rückbau- und Renaturierungsgebiete
grau: bebaute Fläche, grün: öffentliche Grünfläche, dunkelgrün: Rückbau und Renaturierung
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| Entwicklungsziele |
Vollständiger/umfassender Abbruch Begrünung/Bewaldung der freiwerdenden Flächen |
| Städtebauliche Maßnahmen |
Rückbaumaßnahmen Aufwertungsmaßnahmen i.S. einer Renaturierung |
| Beispielgebiete (allgemein) |
Großsiedlungen am Stadtrand mit erheblichem Leerstand und ohne Entwicklungsperspektiven |
| Beispielgebiete (konkret) |
- Halle Waldstadt Silberhöhe
- Leipzig, Rabet
- Schwedt, Am Waldrand
- Dessau, Umstrukturierungsbereiche "Grün"
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Tabelle 5: Charakteristika von Rückbau- und Renaturierungsgebieten.